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| Rasend komisch: Gabi Decker auf dem Singlemarkt Berliner Morgenpost (Link) Von boro |
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Sexuelle Abstinenz ruft manchmal intellektuelle Ausfallserscheinungen hervor. Zumindest unter hilflosen Geschlechtsorganen auf einer Single-Party, weiß Gabi Decker. Spätestens dann sollte man ein Event, das die Evolution quasi auf Null zurück beamt, schleunigst verlassen. Was die Kabarettistin auf der geistig tiefergelegten Pärchen-Anbahnungsfestivität "Huhn sucht Moped" erlebt, übertrifft das Schreckens-Szenario von Frankensteins Grusel-Kabinett bei weitem. Doch sie bleibt tapfer und versucht es auch mit Kontaktanzeigen und Blind-Dates. Gabi Decker hat gut lachen! Als Prachtweib mit Wahnsinnsbeinen zielt sie bei den Herren der Schöpfung, den "Beuteltieren", immer wieder unter die Gürtellinie und trifft sie an den empfindlichsten Stellen. Allerdings mit Charme und - ein Widerspruch an sich - mit Niveau. Zum Schluss der überaus gelungenen Premiere ihres neuen Programms "Deckerdenz" liegen ihr die Männer dennoch zu Füssen. Die Frauen lieben Gabi Decker ohnehin, rückt sie doch endlich Klischees aus weiblicher Sicht gerade: Sie genießt das Leben als Single und will keinen Mann um jeden Preis! Wunderbar auch ihr Exkurs über geschlechtsspezifische Kommunikation, der so manchen Gang zum Paar-Therapeuten überflüssig machen dürfte. Übrigens: Der schlimmste Feind einer Frau sind nicht die Männer, sondern die Kalorien. Natürlich singt Gabi Decker auch wieder mit ihrer unvergleichlichen Soulstimme. Etwa "Stop In The Name Of Love" gemeinsam mit den Supremes oder "Flames Of Paradise" im Duett mit Sir Elton John - gespielt von ihr selbst. Ein rundum vergnüglicher Abend. Wühlmäuse Pommernallee 2-4, Charlottenburg. Tel.: 30 67 30 11 Vorstellungen: Bis 25.5., außer Mo, 20 Uhr. _____________________________________________________________________________________________ |
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| Gabi Decker ist unbestechlich - auch bei Königsberger Klopsen Tip Berlin (Link) Von Eva-Maria Hilker |
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| ( Ausgabe 24/2005 ) _____________________________________________________________________________________________ |
| Blond am Samstag und erbarmungslos gut Gabi Decker erscheint "leibhaftig" im Bonner Pantheon (General Anzeiger) (Link) Von Ulrike Strauch |
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| Bonn. Das verspricht zunächst einmal nichts
Gutes: Von "akustischer Geiselnahme" ist die Rede und von "optischer
Nötigung". Doch so gnadenlos geht sie halt ran, die Gabi Decker - bekennende
"Quatschmacherin" und Sängerin, die sich nicht nur im Fernsehen bei "Blond
am Freitag" nach Herzenslust das Schandmaul zu zerreißen pflegt, sondern
auch am Samstag beim Comedy-Festival im Bonner Pantheon ihre verbalen Messer
wetzte. "Leibhaftig" heißt ihr Programm, und dem gibt sie mit sichtlichem
Genuss die Ehre. Lieblingsopfer Nummer eins: Prominente, die in jüngster Zeit irgendwie "auffällig" geworden sind. "So bekamen Leute, die sich für den Messias hielten, früher nicht direkt ihre eigene Talk-Show als Fernsehpfarrer. Nein, da wurde von unten eher so ein Feuerchen angezündet." Während manch anderes "Schätzchen" auf deutschen Mattscheiben endlich zur Sache kommen und die Rollen übernehmen sollte, die Inge Meysel nun wirklich nicht mehr spielen kann. Andererseits wiederum eignen sich ihre Körpercremes - entgegen allen defätistischen Werturteilen der Stiftung Warentest - hervorragend zum Entfernen von Kalk und Urinstein. Behauptet jedenfalls Gabi Decker. "Überhaupt - wenn man sich mal überlegt, mit was für Männern sich Frauen heutzutage ein- und sehen lassen, dann weiß man doch, wie sehr sie in ihrem Innersten die Vorstellung hassen müssen, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen." Die Kabarettistin selbst hat damit keine Probleme, und singen kann sie obendrein. Was die "akustische Geiselnahme" im Nu ad absurdum führt und den einen oder anderen in die Jahre gekommenen Witz oder andere kleine Ausrutscher schnell wieder vergessen macht. Von Nina Simones "My Baby just cares for me" bis zu "It's raining men" von den Weather Girls liegt sie genau richtig. Und wenn man dabei so manche Pose überspitzt und über sich selbst lachen kann, ist das bestimmt kein Fehler. Manchmal packt sie zwischendurch die Nostalgie, wenn sie an ihre Jugendsünden denkt. Den Wahlspruch ihrer Mutter: "Denk dran, wenn die Kanäle liegen, ist das Haus noch lange nicht fertig", hat sie nicht immer beherzigt und dafür Erfahrungen gemacht. So viel aber ist zum Schluss ganz sicher: Mit dem vernichtenden Urteil "Da hab ich ja noch mehr über den Wechsel von Ebbe und Flut gelacht", steht die gehässige Handpuppe auf Gabi Deckers Arm so ziemlich allein. Weitere Kommentare dieses Gift und Galle spuckenden Kritikers in Handtaschengröße gingen zum Glück im Applaus unter. (04.07.2005) _____________________________________________________________________________________________ |
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| Nur die Zote zählt Berliner Morgenpost (Link) Von Oliver de Weert |
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| Wer in ländlicher Umgebung zwischen Harz und Heide
aufwächst ist, wird fast zwangsläufig Teilzeit-Monarchist. Einmal im Jahr
huldigt er seinem Schützenkönig, tritt der zur der Ausübung der
Amtsgeschäfte auch so voll an wie die sprichwörtliche Haubitze.
Kabarettistin Gabi Decker nicht. Jetzt schlägt die im Ostniedersächsischen
gebürtige Wahl-Berlinerin aus den prägenden Jugend-Erlebnissen Kapital, in
dem sie den volltrunkenen Dorfpotentaten in ihrem neuen Programm gefährlich
schwankend parodiert. "leibhaftig" heißt es und feierte am Donnerstagabend
bejubelte Premiere in den Wühlmäusen. Selber hat sich die Decker allmählich ganz kommod auf dem Thron der deutschen Comedy-Königin eingerichtet. Das vierte Solo-Bühnenprogramm erfolgreich gestartet, im Fernsehen als Lockenluder bei "Blond am Freitag" gebucht - Lästermaul, was willst du mehr? Den weiblichen Herrenwitz jedenfalls hat die Mittvierzigerin inzwischen fest für sich gepachtet. Lesben sehen bei ihr aus wie "kommunistische Traktorfahrerinnen". Und Boris Becker lebt jetzt in der Schweiz - "klar, der stand schon immer auf bunte Kühe", kalauert sich Gabi Decker souverän zwischen Frauen- und Fremdenfeindlichkeit durch. Wer "political correctness" will, soll woanders hingehen. Die Kunst des Crossover - oder auch der Zweitverwertung - zwischen Fernseh- und Bühnenauftritten beherrscht sie perfekt, vor allem beim Promi-Klatschen. Zum Beispiel zu Uschi Glas' Kosmetik: "Damit habe ich den 15 Jahre alten Urinstein im Gäste WC weggekriegt." Und Michel Friedman wird bei ihr zum "Freund des ukrainischen Wellness-Programms". Fies, aber gut. Sex sells, das weiß die derbe Sprücheklopferin, die sich einmal mehr zwischendurch als stimmgewaltige Soul- und Popinterpretin erweist. Zote hebt die Quote, beziehungsweise lässt das Gelächter im Saal orgiastische Höhen erklimmen. Erst recht, wenn es um letzte Tabuthemen wie Sex im Alter geht. Den gebe es bei ihr nur noch zu dritt, verrät Gabi Decker - "einer muss ja den Blutdruck messen". _____________________________________________________________________________________________ |
| Laster, Lust, und Lampenfieber (Berliner Morgenpost) (Link) Von Uwe Sauerwein |
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| Früher hätte sie immer gerne ausgesehen wie Liz Taylor, das
habe sie heute schon geschafft: «Ich stehe morgens auf, und meine Haut
bleibt im Bett.» Wenn Mann solche Sprüche über Damen klopft, ist das alles
andere als politisch korrekt. Frau hingegen darf das. Gerade dann, wenn sie
Kabarettistin ist und Gabi Decker heißt. Mit ihrem Kollegen Hans Werner Olm
teilt sie nicht nur mitunter die Bühne, sondern auch den Geschmack. Zoten
und Anzüglichkeiten kommen bei der blond-gelockten Entertainerin aber längst
nicht so fies rüber, begleitet sie doch jede Bösartigkeit mit einem
gewinnenden Lächeln. Gabi Decker plaudert nur am Rande über ihre eigenen Befindlichkeiten als Seniorin Anfang vierzig. «Casting» heißt ihr Soloprogramm, das jetzt wieder bei den Wühlmäusen läuft. Mit skurrilen Geschlechtsgenossinnen, verkörpert von Frau Decker in Personalunion. Für die Bretter, die die Welt bedeuten, bewerben sich in der «Spalte weiblich» (O-Ton Decker) unter anderem eine frühreife Göre, die ihre Familie ins Jenseits befördert. Eine sächselnde Hausfrau, die, wie einst Loriots Erwin Lindemann, vor lauter Lampenfieber die Sätze verdreht, bevor sie ihre Hymne auf Bitterfeld anstimmt. Auch Lady Kleopatra, Domina aus dem Schwäbischen, träumt beim «Kaschting» von einer Karriere abseits von Peitschen und Klistieren. Es liegt nicht ausschließlich an den Berufen der Kandidatinnen, dass die Witze gnadenlos unter die Gürtellinie zielen. Die schizophrene Patientin aus der Schlosspark-Klinik ist dann, bei aller Liebe, doch ein bisschen zu viel des Schlechten, wenngleich diese Figur Anlass zu einem wahren Stakkato an Parodien bietet. Dass Gabi Decker auch literarisch-kabarettistisch kann, beweist sie mit dem alten Couplet von der Entstehung des Filet Stroganoff. Ebenso wie sie als Soul-Sängerin eine Offenbarung ist. Wenn die Solistin die Garderobe wechselt, wird eine Video-Leinwand runtergelassen. Auf der erscheint dann Jack Brown, der schwule Produzent, der Hella von Sinnen, Nicole und Jürgen von der Lippe durchfallen lässt. Dass Gestalten, wie sie Gabi Decker verkörpert, tatsächlich Karriere machen, ist eine der wenigen ernsthaften Erkenntnisse, die man von diesem «Casting» mit nach Hause nimmt. Aber gelacht haben wir. _____________________________________________________________________________________________ |
| Weibsbildersturm (Ticket) |
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| Die multiple Gabi Decker meldet sich zum "Casting" Manche Figuren, die Gabi Decker durch ihr neues Programm jagt, kennt und liebt (oder hasst) man bereits von früheren Auftritten. Nach dem "Klassentreffen" fand die Berliner Brachial-Humoristin im "Casting" eine ähnlich geeignete Situation, um Ihre Fleisch gewordenen Albtraumfrauen auf der Bühne zu versammeln. So treten auf Geheiß des unsichtbaren Produktionsleiters nacheinander "Hupfdohlen, Silikonmutanten und Knallchargen" von Deckerscher Gnadenlosigkeit an die Rampe. Um mit breit demonstrierter Unfähigkeit die Leiter zum Starhimmel zu erklimmen, stellen sich unter anderen vor: Die herrschsüchtig schroffen Schrunzen Roberta Hartmann (Politesse) und Lieselotte (Domina), kindchen Janina sowie eine namentlich schwer zu fixierende "Multiple Persönlichkeit". Als sächselnde Biederfrau Schulze gab sich Gabi Decker bei der Show zur Verleihung des Wühlmäuse-Kleinkunstpreises schon so, als könne Sie keinen Ton halten. Und das ist für ein Mehrfachtalent, das sich auch schon als Jazzsängerin hervorgetan hat, vielleicht die schwierigste Comedy-Übung. _____________________________________________________________________________________________ |
| Kritik: Gabi Decker (BZ) (Link) |
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| Da ist sie also nun wieder bei den Wühlmäusen, zeigt ihre hinreißenden
Beine, und macht Wechseljahre-Witze: "Morgens frage ich mich - binde ich
meinen Busen auf den Rücken, oder stecke ich ihn gleich in die Unterhose?"
Das Publikum biegt sich vor Lachen, auch wenn der Deckersche Witz oft
haarscharf an der Wand entlang schrammt. Dann bittet sie auf die
Casting-Couch. Spielt die aufgeregte Hausfrau aus Bitterfeld ebenso wie die
Domina aus dem Schwabenland und singt als Putzfrau das Heln-Vita-Lied vom "Stroganoff".
Und überhaupt wie sie singt! Stimmstark von Tina Turner bis Gabi Decker. Was
kann diese Frau eigentlich nicht?
Hier alle Artikel bei der BZ (Link) |