Gabi Decker spielt ihre Charaktere mit beißender Ironie. Sie karikiert
weibliche Prototypen, die jedem irgendwie vertraut vorkommen. Das Publikum
erkennt garantiert die eine oder andere Figur wieder, vielleicht sogar ein
bisschen Wahrheit über seine eigenen, gar nicht immer vorurteilsfreien
Ansichten. "So, wie ich diese Frauen darstelle, sehen sie ja 80 Prozent der
Männer", ist sich Gabi Decker sicher. In ihrer Überzeichnung bekommen die
Klischees Beine und machen sich auf urkomische Weise selbständig.
Gabi Decker hat das „Ohr am Volk“ und die Regeln des Showgeschäfts von der Pike
auf gelernt, ist Komödiantin, Sängerin, Moderatorin und viel beschäftigte
Gagschreiberin. Schon in frühester Kindheit hat sie die Frage, "was willst du
denn später mal werden"?, fest entschlossen mit "Schauspielerin und Sängerin"
beantwortet - und schon mit 5 Jahren Twistnachmittage im Kindergarten
veranstaltet.
Geboren am 5. Juli im letzten Jahrhundert, begann sie nach "erzwungenen"
Schulbesuchen erst eine "erzwungene" Bauzeichnerlehre in Wolfsburg (der Vater
war in der Baubranche, da gab es kein Entrinnen), sattelte dann um auf
Reisebürokaufmann (auch blöd) und verdiente sich nebenbei Taschengeld als
Sängerin. "Ich hab` den Fliegendreck vom Blatt gesungen; ob Tanzmusik, Country,
Rock, Pop, New Wave oder Jazz", sagt sie. Sie zog nach Braunschweig. Erste
Erfolge brachte ihr das "Laura Sound Orchester" aus Hannover. Zwölf ältere
Herren, so zwischen 70 und 100. (in den Garderoben war immer so`n leichter
Erdgeruch)
1981 zog sie nach Berlin, hat gekellnert, gezapft, als Zimmermädchen gejobbt und
einer uralten Dame als Gesellschafterin die Tage verkürzt und nachts, "nebenbei"
mischte sie in der legendären "Chez Alex Piano- Bar" mit Jazz-Evergreens das
erlauchte Publikum auf. Sie schrieb über 3000 Gags für RTL 104.6, Radio PSR,
Radio SAW, den SFB und moderierte von 1985 bis 1994 u.a. den bundesweiten
ARD-Nachtexpress vom Sender Freies Berlin. Auf leisen Sohlen wurde Gabi Decker
zu einer der gefragtesten Frauen im Hintergrund, arbeitete als Show- und
Sketchschreiberin für Sänger, Entertainer und Schauspieler, war viele Jahre
Sketchpartnerin von Hans Werner Olm, arbeitete u.a. mit Gerd Dudenhöffer (Heinz
Becker), Mike Krüger und Dieter Hallervorden.
Und die Zeit, die andere zum Luftholen brauchen, nutzte Gabi Decker, um 1994 ihr
erstes Solo-Programm zu schreiben. "Bis dahin hatte ich alle Idiotien des Lebens
kennen gelernt, und das will verarbeitet werden", meint sie. "Die Alternative
war: entweder ein Therapeut oder ein eigenes Bühnenprogramm". Die Entscheidung
fiel leicht. "Denn ein Therapeut kostet Geld, für meine Show gibt man mir noch
was". Ihr erstes Soloprogramm "Ich wäre so gerne Chauvinist" hatte im November
94 in Berlin Premiere und wurde von der Kritik geradezu verwöhnt. "Ich wäre so
gerne Chauvinist" ist ein Kalamitätenkabinett voller Witz, Ironie und Biss.
1997 startete die 6 - teilige Comedy-Show "Varell und Decker" im ZDF. Für diese
Sendung schrieb sie 10 % der Sketche
"Klassentreffen", das zweite Solo-Programm (Premiere März 98) stellte erneut das
Zwerchfell auf die Zerreißprobe, attackiert die Lachmuskeln mit Lebensneurosen
und Schicksals-Anfällen von erschreckender Alltäglichkeit. Denn! Sie waren eine
Klasse für sich und ihr Jahrgang war der Härteste. Sei es die drahtige
Sportlehrerin Herta Kordhase, die heute Seniorenbelästigungsnachmittage
veranstaltet, die Austauschschülerin Fongh Lee aus Pattaya, die ausführlich
ihren Berufsalltag schildert und somit zum gefundenen Fressen für Frau Krawuttke
wird, ehemals Musiklehrerin und heute ehrenamtlich bei der Heilsarmee. Für Usch,
schon damals die Tofu-Torte ist die esoterische Welt total easy und die Einzige,
die geschafft hat ist die die karrieregeile Businesfrau Ulrike
Herrenhausen-Brackmann, die den dressierten Mann durch den Feuerring ihrer
Begierde springen lässt. Gabi Decker gibt ihren "Gestalten" derb/charmant
Format. Und für sie ist ganz klar: Frauen sind eben auch nur Männer.
Im Jahr 2000 schließt sie sich einmalig mit Hans Werner Olm zusammen. Titel des
Programms "Paare zum Liebhaben". Im August 2000 Premiere in den Wühlmäusen in
Berlin, Presse und Publikum sind außer sich vor Freude.
Es folgen zahlreiche TV-Auftritte in Mitternachtsspitzen, Satirefest,
Quatsch-Comedy-Club, Lippes Lachmix, etc., etc.;
Ebenfalls 2000 schreibt Gabi Decker zusammen mit dem Autor (Echte Kerle) und
Regisseur Rudi Bergmann die Familienserie "Die Bögers" für die ARD.
2001 schreibt Gabi Decker ihr 3. Solo-Programm "Casting" welches in den Berliner
Wühlmäusen Premiere hat. Die Presse überschlägt sich mit Komplimenten über ihre
Vielfältigkeit.
CASTING ist die geballte Ladung menschlicher Verirrungen, eine Ansammlung
fleischgewordenen Größenwahns, der Triathlon für ihre Lachmuskeln! Bei Gabi
Decker wird dieses Vorsprechen für Film, Funk und Fernsehen zu einer Fallstudie
erschütternder Talente!
Sie sehen Hupfdohlen, Silikonmutanten und Knallchargen, Menschenimitatoren, die
glauben, sie könnten singen, tanzen oder auch nur in ganzen Sätzen reden. Sie
machen die Bekanntschaft mit einer frühreifen Serienmörderin, einer multiplen
Alleinunterhalterin, einer temperamentvollen Putzfrau, einer schwäbelnden Domina,
einer schlagkräftigen Politesse, einem "und das ist auch gut so", einer ........
und noch Einer. Ein Abend voll visueller Geißelnahme und akustischem
Hausfriedensbruch.
Von 2001 bis 2007 ist sie regelmäßiges Mitglied in der beliebten ZDF-Sendung
„Blond am Freitag“ mit Ralph Morgenstern.
2004 schreibt sie ihr 4. Soloprogramm „leibhaftig“ und tanzt wie immer auf dem
gefährlichen Grad der Gürtellinie denn genau da beginnt für sie die
„sexualpsychologische Geisterbahn“. Gabi Decker haut Ihnen Wahrheiten um die
Ohren, die Sie nur von ihr hören wollen. Ihre Zunge ist scharf wie eine
Guillotine und ihre Gags kommen direkt aus der Hölle. Erschütternde Erkenntnisse
paranoider Psychosen und Altersschwachsinn erreichen komödiantische Höhepunkte.
Die Zuschauer werden Zeuge einer Gabiographie, die Ihr eigenes Leben nicht ganz
so düster aussehen läßt und geben mit Freude ihre Einzugsermächtigung an der
Kasse ab.
2007 ist an Deckerschem Fleiß nicht mehr zu übertreffen. Sie zeigt jeden Sonntag
in einer Heimwerkerrubrik im ZDF-Fernsehgarten, wie aus langweiligen Brettern
etwas Brauchbares entsteht.
Und da sich seit 12 Jahren alle Gabi Decker Fans wünschen, daß sie einen ganzen
Abend lang ihre große Klappe aufmacht, um „nur“ Selbstgesungenes zum Vortrag zu
bringen, kommt sie diesem Wunsch nach. Sie schreibt das Musikprogramm
„liederlich“ und tritt mit ihrer Band „das heitere Geräuscheraten“ erst mal
unter Ausschluss der Presse aber vor vollem Haus in den Wühlmäusen auf. Seit
ihren Parodien auf Milva, Tina Turner und Helen Vita sind diese Künstlerinnen in
therapeutischer Behandlung, bzw. verstorben. Unvergessen auch die umstrittene
Version des Klassikers „Lipsi Schritt“ durch die Berufssächsin Gertrud Kübel mit
ihrer gewagten Choreographie und Gabi Turner wie Sie Tina Turner noch nie erlebt
haben.
Darüber hinaus gibt Gabi Decker wieder erschütternde Einblicke in ihre
Gabiographie, verbunden mit den fragwürdigsten Momenten der Pop-Geschichte.
Am 13. November 2007 kommt es zur Wiederaufnahme von „liederlich“. 2 Wochen wird
sie begleitet von der ZDF- Fernsehgarten-Band.
Doch 2007 schreibt sie auch ihr 5. Soloprogramm „Deckerdenz“ und hat im Mai in
den Wühlmäusen Premiere. Die Kritiker aller !!!!!! Zeitungen überschütten sie
mit Lob. Denn die Bühne bebt und die Sitze zittern wenn die S-Klasse unter den
Kabarettistinnen auftritt. Sie ist nicht nur „Blond am Freitag“, sondern gewitzt
wie das Chaos der modernen Beziehungskiste, die sie mit ihrer spitzen Zunge
öffnet.
Polieren Sie Ihre Gehörgänge, nageln Sie Ihr Gebiss fest, und straffen Sie Ihre
Lachmuskeln für komödiantische Gabriolen!
In „DECKERDENZ“ haut sie ihrem sturmerprobten Publikum wieder Wahrheiten um die
Ohren, die Sie nur aus ihrem Mund ertragen können. Ihre Pointen sind scharf wie
ein Sushimesser und ihre Gags heilen nur langsam.
Erleben Sie Gabi Decker in „Deckerdenz“, wie Sie nie hoffen konnten, Sie sehen
zu dürfen. Entdeckern Sie mit ihr zusammen die bunte Seite der menschlichen
Triebe.
Werden Sie Zeuge eines skurrilen Geschlechterkrampfes, der Ihr eigenes
Liebesleben nicht ganz so düster aussehen läßt.
Geben Sie wie immer mit Freude ihre materiellen Güter an der Kasse und Ihren
Verstand an der Garderobe ab! Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren
Nachbarn oder schlagen Ihren Apotheker.
Amüsement garantiert!!!